FEU1200

Notitia

Viel ist nicht über Feuchtwangen aus dem ersten Dokument überliefert, in dem der Name der künftigen Stadt erstmals im Jahr 819 für das Kloster auftauchte. Und weil sich bei den Abschriften und späteren Drucken zahlreiche Fehler einstellten, wissen wir nicht mal genau, wie Feuchtwangen ursprünglich geschrieben wurde. Trotzdem ist die Notitia eine authentische Quelle der Erstnennung Feuchtwangens und damit der eigentliche Feiergrund für "1.200 Jahre Feuchtwangen".

Der Feiergrund

Jeder kennt die Sage von Karl dem Großen, der der Stifter des Klosters und damit um 800 auch der Gründer der Stadt Feuchtwangen gewesen sein soll. Historiker verlassen sich dabei weniger auf Überlieferungen, sondern nur auf handfeste Dokumente. Als das Beneditktinerkloser Feuchtwangen vor 1.200 Jahren zum ersten Mal in der "Notitia de servitio monasteriorum" erwähnt wurde, muss die eigentliche Gründung aber auch schon einige Zeit zurückgelegen haben. Denn in der Notitia ist erstmals schriftlich überliefert, dass Feuchtwangen bereits 819 als mittelbegütertes Kloster "in Allamania" Leistungen für Kaiser Ludwig den Frommen erbrachte. Während die reichsten Klöster dieser Liste Kriegsdienst und jährliche Abgaben erbringen mussten, gehörte Feuchtwangen zu jenen Orten, die dem Regenten Abgaben zu liefern hatten. Die ärmste Gruppe der damals genannten Klöster hatte dabei nur die Aufgabe, für den Kaiser,  seine Söhne und das Reich zu beten.

Die älteste als authentisch angesehene Handschrift der Notitia stammt aus dem 17. Jahrhundert und liegt in der Bibliothèque Nationale in Paris. Von Abschrift zu Abschrift schlichen sich über die Jahrhunderte aber so einige Fehler ein, dass man nicht mehr verbindlich sagen kann, wie Feuchtwangen einst  geschrieben wurde. Zwischen "Fruhetinbbanc", "Fiuhetinvvanc", "Fruelinwanc" oder "Fruhelinwanc" bieten Abschriften, spätere Drucke und Deutungen eine erstaunliche Vielfalt. Dabei hatte Feuchtwangen noch Glück, denn bei dem benachbarten Kloster Herrieden, hat man bei der Abschrift von "hasareoda" wohl unter anderem die "h-Striche" zu kurz gemacht, was zu "nascarecda" und dann zu "Nazarecda" wurde.

Die Notitia selbst geht auf ein Reformvorhaben Kaiser Ludwigs des Frommen zurück. Zum Ergebnis der Synode um den Jahreswechsel 818/819 in Aachen wird auch die Notitia gezählt, in der die Pflichten von 48 Reichsklöstern dokumentiert sind.

Vor 1.200 Jahren wurde das Benediktinerkloster zum ersten Mal in einem historischen Dokument, der „Notitia de servitio monasteriorum“, im Jahr 819 erwähnt. Das Kloster gehört dabei zu vier Klöstern „in Allamannia“, die Abgaben als Unterstützung für Kaiser Ludwig den Frommen erbrachten. Diese Ersterwähnung ist der Feiergrund für unser Jubiläum „1.200 Jahre Feuchtwangen“.


Stadt Feuchtwangen, Kirchplatz 2, 91555 Feuchtwangen
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